Fundamente der Demokratie

Architektur in Österreich – Neu gesehen

27. Juni 2018 - 14. September 2018

Ausstellungszentrum im Ringturm
Schottenring 30, 1010 Wien

ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Fundamente der Demokratie: Architektur in Österreich – Neu gesehen
27. Juni bis 14. September 2018 | EINTRITT FREI

Kuratoren: Otto Kapfinger & Adolph Stiller

Ausstellungszentrum im Ringturm
(Schottenring 30 / 1010 Wien)

Die Ausstellung „Fundamente der Demokratie“ markiert das zwanzigjährige Jubiläum der Reihe „Architektur im Ringturm“ des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Im Juni 1998 wurde in dem von Boris Podrecca gestalteten Ausstellungszentrum im Ringturm die erste „Architektur im Ringturm“-Ausstellung eröffnet.

Die aktuelle Schau steht ganz im Zeichen des Gedenkjahres 2018 und „100 Jahre Republik Österreich“ und widmet sich der gesellschaftspolitischen Rolle von Architektur im vergangenen Jahrhundert. Grundsätzliche Themen – von den baulichen „Motoren des Wandels“ des Landes bis hin zur Leistung der Architektur als soziales Projekt im gesellschaftlichen Kontext, damals und heute – werden erörtert.

Im Fokus steht der Beitrag der Architektur zum Wandel der Gesellschaft von der historisch überholten Form hin zur modernen Republik. Die Entwicklung neuer Gebäudetypen, vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales hat die Öffentlichkeit mitgeprägt, die aktiv an der Entwicklung der neuen Staatsform beteiligt war.

Die Ausstellung ist eine Hommage an neun Wiener Bauten, die mit den politischen sowie kulturellen Reformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders verbunden waren. Neun Projekte aus den ersten Jahren der jungen Demokratie bzw. davor – 1900 bis 1930 – eröffnen einen faszinierenden Blick auf die architektonische Entwicklung Österreichs in dieser Umbruchphase. Darauf aufbauend illustrieren 100 – bis in die Gegenwart reichende – Beispiele eindrucksvoll die Architekturgeschichte unserer Republik.

Zu diesen ausgewählten Wiener Bauten, die als räumliche Organisationsformen ebenso wie als Materialisierung eine bedeutende Rolle für die gesellschaftliche Emanzipation einnahmen, zählen das legendäre Arbeiterheim in Wien-Favoriten, die Wiener Urania, das Druck- und Verlagshaus Vorwärts an der Wienzeile, die Heilig-Geist-Kirche in Ottakring, die Schule der Eugenie Schwarzwald, der visionäre kleine Wohnhof Rauchfangkehrergasse in Sechshaus, die Raumbühne von Friedrich Kiesler im Konzerthaus, der Kindergarten im Goethehof und das große Kongressbad in Sandleiten.